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Geflechttechnologie

digitaldruck ER

Historie

Das Flechten ist eine der ältesten Technologien zur Erstellung von Textilien. Schon die ersten Menschen haben aus ausgehöhlten Pflanzen, Lianen oder sonstigen Pflanzen und Tierteilen Geflechte erstellt. Dies gründet im Urinstinkt des Menschen – der Jäger und Sammler. Es wurde ein Transportbeutel oder Korb benötigt, um die gesammelten Dinge zu transportieren. Wie auch in den anderen Textilen Bereichen wurden erst mechanische und dann elektrische Hilfsmittel und Maschinen zum Flechten entwickelt, sodass nach langer Zeit die heutigen Maschinen entstanden.

Flechtprinzip

Ein Geflecht wird durch Verdrehung mit Garnen erstellt. Diese Garne sind auf einem Kops, der auf einem sogenannten Klöppel Steckt. Ein Klöppel ist eine Spulenhalterung und hält den Faden der Spule auf einer voreingestellten Spannung. Die Klöppel sitzen zwischen Flügelrädern, welche die Maschine nach bestimmten Einstellungen bewegt. Flügelräder sind Zahnräder und nehmen die Klöppel auf und transportieren sie durch Drehung zum nächsten angrenzenden Flügelrad weiter. Durch die Bewegung und Drehung der Flügelräder, können die Garnspulen bewegt und somit verkreuzt werden.

Parameter

Die wichtigsten Parameter eines Geflechtes sind der Grat, die Fädigkeit und die Flechtigkeit. Der Grat beschreibt die Fadenanzahl im gesamten Geflecht. Die Fädigkeit gibt an, aus wie vielen Garnen eine Bindungseinheit des Geflechtes besteht. Sie steht im direkten Zusammenhang mit den Graten. Die Fadenanzahl des Geflechtes ist immer ein Vielfaches von der Fädigkeit. Die Flechtigkeit ist ein weiterer Einflussfaktor der Bindung. Sie beschreibt wie viele Garne über einander liegen. Wird von einem zweiflechtigen Geflecht gesprochen, so liegt der betrachtete Faden abwechselnd über und unter zwei Fäden.

Geflechtarten

Es wird in Rundgeflechte und Flachgeflechte unterschieden. Rundgeflechte sind wie der Name schon sagt rund. Beispiele sind Seile, Taue oder auch sehr dünne Fäden in der Medizin. Flachgeflechte sind flach und werden auch Litzen genannt. Sie haben eine deutlich größere Oberfläche als Rundgeflechte und finden auch in ganz anderen Bereichen eine Anwendung. Rund und Flachgeflechte können nicht auf den selben Maschinen hergestellt werden. Das liegt daran, dass die Flügelradanordung bei den beiden Arten unterschiedlich ist. Bei Rundgeflechten sind sie quadratisch oder rechteckig angeordnet und die Klöppel durchlaufen Ihre Bahnen endlos immer in die selbe Richtung. Hier ist es möglich je nach Größe der Maschine zwischen zwei und acht unterschiedliche Klöppelbahnen zu verwenden. Bei Flachflechtmaschinen gibt es nur eine Klöppelbahn. Die Klöppel laufen über die Flügelräder in die selbe Richtung zurück, wie sie „gekommen“ sind. Das liegt daran, dass die endständigen Flügelräder etwas größer und mit einem Einschnitt mehr ausgestattet sind. So wird die Kante für das Flachgeflecht erstellt.

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